{"id":28002,"date":"2017-02-05T13:00:35","date_gmt":"2017-02-05T11:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.china-by-bike.de\/blog\/?p=28002"},"modified":"2019-04-09T14:16:05","modified_gmt":"2019-04-09T12:16:05","slug":"no-more-rocknroll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/china-by-bike.de\/blog\/2017\/02\/no-more-rocknroll\/","title":{"rendered":"No more Rock&#8217;n&#8217;Roll"},"content":{"rendered":"<p><em>F\u00fcr Tommy<\/em><\/p>\n<p>Tommy, unser thail\u00e4ndischer Partner, Fahrradenthusiast und Heavy-Metal-Schlagzeuger, schaut mich mit diesem typischen \u201eDu-wirst-schon-sehen-was-Du \u2013davon-hast\u201c-Grinsen an. Wie jedes Mal, wenn ich ihm erz\u00e4hle, dass ich gerne in Bangkok Rad fahre, h\u00e4lt er mich f\u00fcr sympathisch verr\u00fcckt aber doch ein wenig bescheuert. Wir sitzen in einer dieser Gassen am Phra Sumen, den letzten Resten der Bangkoker Altstadt, trinken ausgezeichneten Espresso und sprechen dar\u00fcber, dass wir unsere China-By-Bike-R\u00e4der in Orange lackieren wollen, planen virtuell ein paar Routen durch Thailand und verabreden uns f\u00fcr den 24. Februar, wenn ich wieder zur\u00fcck in Bangkok bin, auf ein Bier. <\/p>\n<p>\u201eRock\u2019n\u2019Roll!\u201c, ruft er zum Abschied.<\/p>\n<p>\u201eRock\u2019n\u2019Roll\u201c denke ich mir bei der Ausfahrt aus Bangkok. Die ersten knapp 10 Kilometer muss ich mich noch auf der Hauptausfallstra\u00dfe qu\u00e4len, zwischen sausenden Motorrollern und dr\u00f6hnenden SUVs. Die Ampelphasen dauern in der Regel zwei bis drei Minuten, angezeigt von gro\u00dfen digitalen Countdowns. Noch 80 Sekunden, noch 40, noch 10. Motoren dr\u00f6hnen, Reifen quietschen. Fahrr\u00e4der sind hier nicht vorgesehen. Werden aber durchaus beachtet. Jedenfalls nicht \u00fcberfahren. Wer auf der Stra\u00dfe ist, hat auch ein gewisses Recht, dort zu sein. Ob bunt bemalter \u00dcberlandbus oder Reiseradler auf Tourerkundung, mit zwei Packtaschen auf dem Gep\u00e4cktr\u00e4ger. Radfahren in Berlin ist auf jeden Fall gef\u00e4hrlicher. Wenn auch weniger laut!<\/p>\n<p>Nachdem ich es mit viel Geschick vermieden habe, auf die Autobahn zu fahren, habe ich meinen geplotteten Track erreicht. Kaum noch Verkehr. Guter Asphalt, erst an der Eisenbahn entlang, die ebenfalls in Richtung Kanchanaburi, meinem heutigen Etappenziel f\u00fchrt. Dann immer am Ufer eines stillen Kanals. Durch D\u00f6rfer, an Tempeln vorbei. L\u00e4ndliche Idylle mit einer mich umgebenden Bl\u00fctenpracht. <\/p>\n<p>Gegen Mittag habe ich 90 Kilometer geschafft und g\u00f6nne mir eine Nudelsuppe in einem der Holzverschl\u00e4ge am Wegesrand. Versuche der Hitze zu entfliehen. Und dem Gegenwind, der mir nun erfrischend aber doch ein wenig nervend entgegen bl\u00e4st. Gegen Abend aber in R\u00fcckenwind umschl\u00e4gt, gerade rechtzeitig, um meinen dehydrierten K\u00f6rper (sechs Liter Wasser ohne Pinkelpause!) nach 140 Kilometern zu einem netten Resort am Ufer des River Kwai zu blasen. <\/p>\n<p>Gerne w\u00fcrde ich Tommy anrufen, ihm erz\u00e4hlen, dass alles halb so wild war, ich eine tolle Route f\u00fcr die Weltreise gefunden habe. <\/p>\n<p>Doch Tommy ist gestern gestorben. Herzinfarkt.<\/p>\n<p>China By Bike verliert mit ihm nicht nur einen verl\u00e4sslichen Partner und Seelenverwandten. Sondern auch einen Freund.  <\/p>\n<p>RIP, Tommy! We gonna miss you dearly.<br \/>\nHave fun jamming with Lemmy! <\/p>\n<p>Rock\u2019n\u2019Roll!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Tommy Tommy, unser thail\u00e4ndischer Partner, Fahrradenthusiast und Heavy-Metal-Schlagzeuger, schaut mich mit diesem typischen \u201eDu-wirst-schon-sehen-was-Du \u2013davon-hast\u201c-Grinsen an. 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