{"id":6817,"date":"2012-11-11T16:13:06","date_gmt":"2012-11-11T15:13:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.china-by-bike.de\/blog\/?p=6817"},"modified":"2019-04-09T16:33:34","modified_gmt":"2019-04-09T14:33:34","slug":"erster-tag-im-paradies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/china-by-bike.de\/blog\/2012\/11\/erster-tag-im-paradies\/","title":{"rendered":"Erster Tag im Paradies"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/china-by-bike.de\/touren\/mian.php\"  target=\"blank\">Entlang der Burmastra\u00dfe<\/a>, 10.11. bis 09.12.2012<\/strong><\/p>\n<p><em>Ankunft meiner Gruppe in Yangon und erster Spaziergang durch die Altstadt, durch enge Stra\u00dfen in ehemals kolonialen Vierteln \u00fcber bunte M\u00e4rkte, Einkauf einer burmesischen Grundausr\u00fcstung und Besichtigung der ersten Pagode<\/em><\/p>\n<p>Es ist unglaublich, der Flieger landet p\u00fcnktlich auf die Minute und es sind auch alle 9 Leute wie geplant angekommen. Die Formalit\u00e4ten gehen recht schnell vonstatten und auch alles Gep\u00e4ck, inklusive  Georgs Fahrrad ist vollst\u00e4ndig und unversehrt angekommen. Wenig sp\u00e4ter sitzen wir im Bus und rollen zum Hotel. Obgleich es erst 8 Uhr morgens ist, sind die Zimmer schon bereit und wir k\u00f6nnen unser Gep\u00e4ck abwerfen, wenig sp\u00e4ter treffen wir uns zum ersten Tee und Kaffe in einem kleinen Lokal gleich um die Ecke und planen den Tag. Zuerst brauchen wir etwas Geld und sonntags haben die Banken zu, bleibt uns nur ein privater Geldtauscher im indischen Viertel.<\/p>\n<p>Bis dorthin gibt es f\u00fcr meine Myanmar-Neulinge unheimlich viel zu sehen. Die Frauen mit ihrer gelben Sonneschutz und Schminkpaste im Gesicht, genannt Thanaka. Die vielen Stra\u00dfenst\u00e4nde mit Tabak und Betel, die vielen Essst\u00e4nde, die bunten Kleider, die M\u00e4nner die ebenfalls einen Rock tragen.<\/p>\n<p>Die Altstadt stammt noch aus der Kolonialzeit und so findet man \u00fcberall verwitterte sch\u00f6ne H\u00e4user im britischen Stil. Am Wochenende ist \u00fcberall gro\u00dfer Waschtag und so h\u00e4ngt auf den Balkonen die W\u00e4sche zum Trocknen. Unten in den H\u00e4usern reiht sich ein Laden an den anderen oder eine kleine Manufaktur an die andere. Dazwischen gibt es immer wieder kleine St\u00e4nde mit Tee und Geb\u00e4ck, die zu einer Pause einladen. Bei dem Klima hier ist das Pause machen wahrscheinlich auch wichtige als die Arbeit, inzwischen hat die etwas k\u00fchlere Saison begonnen, das hei\u00dft die Temperaturen betragen nur 30 Grad oder knapp dar\u00fcber. Die Luftfeuchtigkeit ist nat\u00fcrlich auch recht hoch, so dass man immer gut am Schwitzen ist. Lediglich im Schatten unter einem Ventilator oder wenn gerade ein L\u00fcftchen weht, ist es sehr angenehm.<\/p>\n<p>F\u00fcr meine Gruppe ist es heute erst einmal das Gef\u00fchl wie Alice im Wunderland und ich darf ihnen zeigen, wie tief der Kaninchenbau geht. Der indische Geldwechsler residiert in einer modrigen Villa im Kolonialstil im dritten Stock. F\u00fcr gro\u00dfe und saubere Banknoten gibt es einen besseren Kurs als f\u00fcr kleine und gefaltete Noten, der Unterschied kann bis zu 20% betragen. So dauert es eine Weile bis wir unser Dollars in Berge von Kyatt getauscht haben. F\u00fcr einen Euro bekommt man ein bisschen mehr als 1.000 Kyatt, der gr\u00f6\u00dfte Geldschein hat 5000 Kyatt, aber unser Moneychanger hat nur Tausenderscheine. Wir verlassen also bei  unseren gewechselten 500 USD jeder mit einem dicken B\u00fcndel Geld den Laden und k\u00f6nnen nun Anfangen unseren Reichtum wieder zu verteilen.<\/p>\n<p>Um eine Stupa oder einen Tempel besichtigen zu k\u00f6nnen braucht man lange Kleidung, deshalb begeben wir uns zum n\u00e4chsten gro\u00dfen Markt und erstehen f\u00fcr jeden von uns einen burmesischen Wickelrock. Der kann dann in den Rucksack oder in die Fahrradtasche und wir sind in jedem Tempel auf unserer Tour passend gekleidet. Loungy hei\u00dft das Kleidungsst\u00fcck und der Preis daf\u00fcr liegt je nach Modell zwischen 3000 und 5000 Kyatt. Der Markt und der Einkauf machen riesigen Spa\u00df, es gibt einen langen schmalen Gang nur mit Stoffen und Loungys, dazwischen dann immer wieder eine N\u00e4herin, die innerhalb von zwei Minuten mal schnell einen Saum n\u00e4hen kann, oder aus den Stoffbahnen schnell einen Loungy zaubert.<\/p>\n<p>Danach sind wir bereit f\u00fcr die Sule Pagode mitten im historischen Zentrum. Wie alle Pagoden in der Stadt und im Land strahlt der goldene Stupa in der Sonne. Und es ist nicht nur Goldfarbe, die den Stupa zum leuchten bringt, sondern eine wirklich dicke Goldauflage. Wir entrichten unseren Eintritt und werfen uns in unsere neuen Kleidungsst\u00fccke. Die Burmesen nehmen es mit freundlichem L\u00e4cheln und anerkennender Miene zu Kenntnis, dass wir uns zu integrieren bem\u00fchen. Ich habe meinen Wickelrock in den letzten Tagen schon zu sch\u00e4tzen gelernt, denn das Ding ist auch noch recht bequem zu tragen, denn es ist immer sch\u00f6n luftig an den Beinen.<\/p>\n<p>Neu eingekleidet schlendern wir um die Pagode und genie\u00dfen es, die Burmesen beim Beten zu beobachten, die nehmen ihre Religion mal mehr oder weniger ernst, auf jeden Fall ist es keine S\u00fcnde, dort im Schatten einer der Nebentempel ein kleines Nickerchen zu halten.<\/p>\n<p>Damit beenden wir dann unser heutiges Programm, es bleibt noch ein wenig Zeit, um sich von dem langen Flug zu erholen, bis wir zum Abendessen um die Ecke ziehen. Hier gibt es leckeren Fisch und H\u00fchnchen vom Grill und verschiedenste Nudelsuppen mit Gem\u00fcse, Fischb\u00e4llchen oder Tofu, alles zusammen gibt das dann ein recht ordentliches Mahl. Zusammen mit ein paar Bieren sind wir dann gegen 21 Uhr reif f\u00fcrs Bett. Eine halbe oder eine Stunde sp\u00e4ter werden hier in Yangon sowieso die B\u00fcrgersteige hochgeklappt, ein ausgepr\u00e4gtes Nachtleben gibt es nicht, selbst die wenigen Bars schlie\u00dfen schon um 23 Uhr, aber diese heben wir uns noch f\u00fcr einen anderen Abend auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entlang der Burmastra\u00dfe, 10.11. bis 09.12.2012 Ankunft meiner Gruppe in Yangon und erster Spaziergang durch die Altstadt, durch enge Stra\u00dfen in ehemals kolonialen Vierteln \u00fcber bunte M\u00e4rkte, Einkauf einer burmesischen Grundausr\u00fcstung und Besichtigung der ersten Pagode Es ist unglaublich, der Flieger landet p\u00fcnktlich auf die Minute und es sind auch alle 9 Leute wie geplant angekommen. Die Formalit\u00e4ten gehen recht schnell vonstatten und auch alles Gep\u00e4ck, inklusive Georgs Fahrrad ist vollst\u00e4ndig und unversehrt angekommen. 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