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Goldenes Dreieck, 15.01.2013 bis 09.01.2014

84 Kilometer von Pak Nam Nga nach Luang Prabang, kräftige Hügel mit 800 hm auf schöner Straße, nervige 25 Kilometer in die Stadt, wieder im Touristentrubel bei Sonne bis 23 Grad

Langsam nähern sich die richtig erholsamen Tage, doch davor liegen noch einmal 80 Kilometer mit bissigen Hügeln und kleinen Bergen. Ich erinnere mich, dass wir hier vor einigen Jahren zur gleichen Jahreszeit bei 32 Grad hinauf gekrochen sind. Das bleibt uns erspart, die „Kältewelle“ hat auch ihre Vorteile, Temperaturen um die 20 Grad sind zum Radeln eben optimal.

Neben der Straße fließt der Nam Ou etwas ruhiger dahin, als wir ihn gestern erlebt haben und wir warten darauf, dass die ersten Wasser des Mekong zu sehen sind, doch den Fluss bekommen wir erst kurz vor Luang Prabang zu Gesicht und dann natürlich in der Stadt wieder.

Die Einfahrt ist etwas staubig und auch der Verkehr hat ordentlich zugenommen, so manch reicher Laote schneidet uns recht knapp mit seinem Geländewagen und so sind wir froh, als wir dann am frühen Nachmittag in der Stadt sind.
Hier scheint man nicht mehr in Laos zu sein. Die von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützte Stadt mit seinen hübschen Kolonialbauten ist seit Jahren sauber herausgeputzt. Die Zahl der Touristen scheint die der 50.000 hier wohnenden Laoten zu übersteigen. Eigentlich gibt es nur Hotels, Boutiquen und Restaurants, das laotische Leben spielt sich nur noch in den kleinen Nebengassen ab.

Doch bevor wir zu einem Stadtbummel antreten ist erst einmal Pflege angesagt. Wegen der vielen kühlen Tage benötigen all unsere Klamotten dringend eine Wäsche, Waschservice gibt es überall in der Stadt, es scheint, dass alle Welt hier nur zum Klamotten waschen lassen herkommt. Und wir müssen uns von unserem Fahrer verabschieden, „Nummer One“ hat seinen Job toll gemacht, ist immer hinter uns hergetuckelt, aber nie so, dass man sich getrieben fühlt.

Die Dusche ist auch großartig, heiß und ein richtig dicker Strahl Wasser sorgen für allgemeines Wohlbefinden. Abends ziehen wir dann über den Nachtmarkt, der im Zentrum jeden Tag abgehalten wird. Einen Kilometer lang wühlt man sich an Ständen mit den üblichen südostasiatischen Souvenirs ab. Dann kommt eine kleine Gasse und hier befinden sich jede Menge Essstände, leider muss man sich für einen entscheiden, denn die Tische gehören immer zum Stand. Das war früher nicht so, da konnte man sich von überall das leckerste heraussuchen, sehr schade. Trotzdem war das Buffet dort sehr lecker, auch wenn wir gerne noch ein paar Frühlingsrollen oder eine Fisch vom anderen Ende der Straße dazu gepackt hätten.

Fast romantisch geht es am Mekongufer zu, hier reiht sich ein Restaurant am anderen, gemütlicher ist es dagegen auf der anderen Seite am Nam Khan, auch hier hat man einen schönen Blick über den kleinen Fluss und kann noch einen Rum Sour, Gin Tonic, Fruchtshakes oder aber ein weiteres unschlagbares Beer Lao genießen.


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