Festgelage Teil 2

Entlang der Teestraße, 11.02. bis 05.03.2017

Fahrt nach Jingdong, ca 107 km bergig, Anfangs Regen später Sonnenschein.

Regen. Gleich früh am Morgen. Das macht keinen Spaß. Erst mal frühstücken und dann sehen wir weiter. Es gibt leckere Maultaschen und während wir essen hört der Regen auf. Wir packen unsere Sachen und entscheiden obwohl es noch ein wenig tröpfelt zu fahren. Nach etwa 700 m wird der Regen wieder stärker. Mist. Wir halten an um Regenklamotten überzuziehen, entscheiden dann aber alle Mann ins Begleitfahrzeug zu steigen und ein paar Kilometer zu fahren. Wir wollen nicht bei der 20 km langen Fahrt bergauf pitschnass werden und uns dann bei der langen Abfahrt verkühlen. Ein kranker reicht ja.

Also fahren wir Bus. Nach etwa 5 km kommt etwas die Sonne durch und wir halten an um die Wetterlage zu checken und zu entscheiden ob wir weiter radeln oder mit dem Bus fahren. Nach einer kontroversen Diskussion fahren wir doch weiter Bus. Lutz trauert ein wenig. Er fährt am liebsten Berge hinauf und bedauert die 20 km Aufstieg nicht mit dem Rad gefahren zu sein. Aber auch er sagt, bei Regen macht es halt einfach keinen Spaß. Und das ist ja hier schließlich Urlaub.

Kurz hinter dem Pass hört der Regen denn auf und wir steigen auf die Räder. Der Regen verschont uns auch den Rest des Tages und es kommt später sogar die Sonne heraus. Die Landschaft ist sehr schön und deshalb werden die verbliebenen 83 km zu einer sehr schönen Radtour.

Jingdong ist die Heimat unseres Fahrers Xiao Ding. Er hatte bereits angekündigt, dass er uns hier nochmal zum Essen einladen wird. So ist es dann auch. Wir fahren zu einem Restaurant eines Freundes und essen dort zusammen mit seiner ganzen Familie. Wie auch zuvor in Nanhua fahren sie gewaltig auf. Ich hatte Xiao Ding mal erzählt, dass es in Schwaben auch Maultaschen gibt und dass unsere beiden Schwaben deshalb auch in China gerne Maultaschen essen. Sie bestellen gleich drei Portionen für uns. Etwas too much. Aber das ist eben chinesische Gastfreundschaft.

Zum Ausklang fahren wir noch auf einen Festplatz der Yi-Nationalität, denn Jingdong ist ein autonomer Kreis der Yi. Wir kommen leider etwas spät, denn die Tänzer und die Fressstände sind bereits weg. Übrig sind kurioser Weise nur noch die Spielbuden für kleine Kinder. Die reizen uns nicht so sehr, also fahren wir wieder zurück ins Hotel. Das Hotel ist das Beste bisher auf der Tour und gehört der Schwägerin von Xiao Ding. Dass wir uns hier wohlfühlen, macht seine Frau mächtig stolz.


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