Tee-Pampa

Entlang der Teestraße, 11.02. bis 05.03.2017

Fahrt nach Chaboyuan, ca 28 km, bergig

Unser Hotel in Pu’er ist ausgesprochen gut. Sowohl was den Komfort der Zimmer angeht, als auch das Frühstück heute morgen. Den Vormittag verbringen wir noch in Pu’er und schlendern etwas durch die Stadt. In einem Café trinken wir Bananenshake, andere außer Apfel haben sie gerade nicht. Ich fühle mich etwas an das „Meiyou Spiel“ von früher erinnert. In den Restaurants gab es vor 20 Jahren von den Speisen auf der Karte immer nur einen kleinen Bruchteil tatsächlich. Man musste deshalb solange bestellen, bis das Wort „Meiyou“ (haben wir nicht) nicht mehr fiel. „So ähnlich war das auch in diesem Café. „Mango bitte“, „Meiyou“ „und Erdbeere?“, „Meiyou“, “Ananas?“, „Meiyou“. „Was gibt’s denn?“, „Nur Banane und Apfel“.

Gegen Mittag machen wir uns langsam auf den Weg. Die Etappe ist kurz aber knackig. Auf den 28 km haben wir fast 700 Höhenmeter zu bewältigen. Drei der Anstiege sind steiler als alles was wir bislang auf der Tour hatten. Aber um halb vier kommen wir dann in Chaboyuan an. Die Etappe verläuft durch jede Menge Teeplantagen und wir wohnen sogar in Mitten von Teeplantagen in einer parkähnlichen Anlage. Die beherbergt auch ein Teemuseum. Alles dreht sich hier um Tee, sonst gibt es hier nichts. Das Tee-Museum reizt uns allerdings nicht allzu sehr nach der etwas tristen Erfahrung im Salzmuseum in Heijing.

Nach dem Abendessen gehen wir noch ein paar Meter außerhalb der Anlage spazieren und finden ein Ladenzeile, die ein Restaurant, einen kleinen Supermarkt und einen Internet Service beherbergt. Wir kaufen noch ein paar Bierchen im Supermarkt bei der alten Dame mit dem ruppigen Charme und trinken das Bier vor dem Restaurant. Die Läden scheinen alle in der Hand einer Familie zu sein. Es ist heute Abend nicht so kalt und es ist nett den Abend draußen sitzend bei einem Bier zu beenden.


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