Das E-Minimobil

Kaiser, Kanäle Konfuzius, 04. bis 25.05.2019

38 km von Ningyang nach Qufu, schwülwarm mit Hitzegewittern am Abend

Auf kleinen und wenig befahrenen Straßen fahren wir heute in Konfuzius‘ Heimatstadt Qufu (sprich: Tchüfu). Es rollt sich gut und wir kommen durch ein paar recht hübsche kleine Ortschaften.

Die Pappeln verlieren hier an manchen Ecken so viele Pollenflusen, dass es aussieht, als hätte es geschneit!

Kurz vor Qufu finden wir ein uriges familienbetriebenes Lokal zum Mittagessen – inklusive Oma, die vor dem Fernseher sitzt, einer großen Mao Zedong-Kalligrafie an der Wand, und einem fähigen Küchenchef, dem immer eine Kippe im Mundwinkel hängt und der uns dabei zuschauen lässt, wie er in Windeseile unser Essen zubereitet. Unseren Nachfolgergruppen sei dieses Lokal hiermit ausdrücklich empfohlen, der Wegpunkt im GPS-Gerät ist gesetzt.

Unterwegs kommen wir auch durch einen Ort, in dem es viele von diesen Elektro-Mini-Autos zu kaufen gibt. Wir nutzen die Gelegenheit, uns die Dinger mal etwas näher anzuschauen. Aufgefallen war uns schon vorher, dass hier unglaublich viele Leute damit unterwegs sind. Um Kinder von der Schule abzuholen, oder zum Einkaufen ins nächste Dorf zu fahren, scheinen sie ideal. Wir erfragen den Preis: 900 – 3000 Euro, das klingt doch fair. Außerdem lässt sich so ein E-Minimobil bequem zu Hause aufladen. Im Gespräch mit der Chefin des Ladens müssen wir zugeben, dass wir in Deutschland doch etwas rückständig sind und es bei uns noch keine solchen Fahrzeuge gibt. Ob sich die sicherlich extrem sparsamen Kleinstautos wohl auch irgendwann auf deutschen Straßen finden lassen? Ganz so leicht vorstellbar ist das nicht.

In Qufu schlendern wir am Nachmittag durch die Straßen und über einen Markt. Die großen Konfuzius-Attraktionen (den Konfuzius-Tempel, seine alte Wohnstätte und die Grabanlage) sparen wir uns für den morgigen Besichtigungstag auf.