Ausgeradelt

Die Drei Schluchten des Yangzi, 15.04 bis 10.05.2015

Fahrt nach Yichang, 45 km

Heute gibt es wieder ein Frühstück nach aller Geschmack. Direkt neben unserem Hotel werden gerade frische Teigtaschen zubereitet, die wir in einer leichten Brühe mit frischem Gemüse serviert bekommen. Wirklich lecker wie ich finde. Allerdings starren die drei Herren etwas missmutig in ihre Suppe. An das chinesische Frühstück werden sie sich wohl nie gewöhnen. Daher sitzen wir dann auch recht schnell auf den Rädern und fahren zu einer kleinen Tempelanlage, die nicht weit entfernt ist. Hier ist alles noch verriegelt und verrammelt, aber Xiao Yang, nie verlegen, schreitet zur Tat und öffnet das große Tor einfach selbst. Da kommt auch schon das Einlass-Personal und wir genießen als einzige Besucher die kleine Anlage.

Zurück an unserem Wagen erklärt uns Xiao Yang freudestrahlend, dass sich nun die Stinkfrucht geöffnet habe und bereit zum Verzehr sei. Also gibt es einen kleinen Snack, der leider nur wenig begeistert. Also schnell auf die Räder und weiter. Keine 100 Meter gefahren wieder ein Stop. Nein diesmal ist nichts an meinem Rad und es gibt auch keine Baustelle (noch nicht). Mark hat ein paar Badminton-Spieler entdeckt, die er unbedingt herausfordern möchte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommt er richtig in Fahrt und wir haben unserer Mühe ihn zum Weiterfahren zu bewegen, aber schließlich kann er sich doch los reißen.

Was gibt es noch zu berichten? Ach ja, wer hätte das gedacht, auf unserer Strecke liegt eine … Baustelle! Wir kommen mit unseren Rädern durch. Aber Xiao Yang weicht auf die Autobahn aus. Und so sind wir ohne Begleitfahrzeug und bis auf ein paar Kekse, die Eckart noch schnell eingesackt hat, fahren auch all unsere leckeren Vorräte auf der Autobahn nach Yichang.

Doch die Strecke ist nicht lang und wir haben es auch bald geschafft. Während der etwas konfusen Stadteinfahrt werden wir von einem chinesischen Reporter (?) aus dem Taxi raus im Serienbild-Modus geknipst und mit Fragen bombardiert. Wir sind heilfroh, als wir ihn endlich abgehängt haben. Wir erreichen den Radladen, wo wir unsere Räder abgeben. Mit dem Fahrradfahren ist es nun vorbei und darauf können sich Mark und ich ein Eis. Die Eisverkäuferinnen scheinen etwas überfordert und es dauert Ewigkeiten bis sie eine Kugel in die Waffel befördert haben. Das Konzept zwei Kugeln in einer Waffel zu servieren, scheint auch völlig unbekannt und so hält Mark zwei Waffeln mit je einer Kugel in der Hand. Zur Feier des Tages pfeift Eckart auf seine Prinzipien und gönnt sich einen Kaffee bei Starbucks.

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