Erstmal zum Yangzi

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

Auf und ab von Zhongdian nach Benzilan, schönes Radfahrwetter bei durchschnittlich 20 Grad
Obwohl uns allen die Höhenluft gut bekommen ist, sind wir erst einmal froh, heute die 3.000-Meter-Marke wieder von unten anzuschauen.

Ein letztes Mal fahren wir durch die tibetischen Häuserfassaden von Zhongdian/Shangri-la, biegen dann an einer staubigen Kreuzung nach links ab und sind auf dem Weg. Vor acht Jahren, als Andreas und ich die Erkundung gemacht haben, die es dann in die ersten Kapitel des Buches „Ein Bus namens Wanda“ gebracht hat, war die Straße nach Benzilan eine brüchige Landstraße mit kaum Verkehr. Heute zieht sich eine gut ausgebaute Schnellstraße von Zhongdian nach Benzilan, der wir erst einmal folgen. Glücklicherweise hält sich der Verkehr weiterhin in Grenzen, nur ab und zu donnert ein Lastwagen auf dem Weg nach Tibet an uns vorbei.

Die erste Höhe ist nach gut 20 km überwunden, dann geht es eine Weile bergab und wir haben die Qual der Wahl: Bequem aber langweilig auf der neuen oder ein weiterer Pass auf der alten, weitaus interessanteren Straße. 15 km und 300 Höhenmeter mehr. Die Entscheidung fällt eindeutig aus: Wir fahren auf der alten Straße in Richtung Yangzi. Da der Ort Nixi, warum auch immer, netterweise auf die Passhöhe verschoben wurde, finden wir sogar eine ausgezeichnete Garküche genau zur Mittagszeit und laben uns an Nudelsuppen und Kaltgetränken.

Dann geht es im Schuß bergab, tibetische Häuser saußen an uns vorbei, allesamt neu gebaut. Zwischendrin stehen die blauen Behelfszelte für Opfer des Erdbebens vor einem Monat, dessen Zentrum Balagezong war, eigentlich unser heutiges Ziel. Da von dem Hotel in Balagezong nicht mehr viel übrig ist, fahren wir direkt nach Benzilan und sind gegen 16:30 Uhr am Ziel. Das Benzilan Hotel, eine blumengeschmückte Oase zwischen Baustellen und Notunterkünften. Etwas skurill, aber auch gut zu sehen, dass die erdbebenopfer gut versorgt sind. Kurz vor Benzilan wurden mehrere Reihenhaussiedlung für die Erdbebenopfer gebaut, einige fast fertig, einen guter Monat nach der Katastrophe.

Den Tag beschließt eine warme Dusche und ein lauschiges Abendessen bei immerhin 22 Grad abends um 20:00 Uhr. Der letzte Eindruck ist der Blick aud den familieneigenen Weinberg.

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