Im Streifenwagen durch die Verbotene Stadt

Die Drei Schluchten des Yangzi, 13.09. bis 08.10.2013
Der Innenhof unseres Hotels in Peking ist heute morgen festlich geschmückt, für eine Hochzeit, wie sich herausstellt und kaum ist das Frühstück beendet, treffen schon die ersten Gäste ein. Die Böller werden wir dann leider verpassen, da wir uns schon auf den Weg zur Verbotenen Stadt gemacht haben. Wir machen noch einen kurzen Abstecher durch die Hutongs der Nachbarschaft und staunen, mit welchen Mitteln um die Parkplätze in den Hutongs gerungen wird. Dann fahren wir mit der U-Bahn zum Platz des Himmlischen Friedens, wo wir uns unter die vielen Sonntagsausflügler mischen. Es ist schon reichlich voll, aber trotzdem noch ganz moderat, wenn man sich den Irrsinn vorstellt, der beim bald anstehenden Nationalfeiertag hereinbrechen wird.

Leider wird unser gerade begonnener Gang durch die Verbotene Stadt jäh unterbrochen, weil jemand eine kleine Tasche vermisst. Da waren nun essentiell wichtige Dinge drin wie Kreditkarten, Ausweis, Reisepass. Kleine Tasche, große Wirkung. Die Tasche ist wohl geklaut worden, aber natürlich hat keiner was gemerkt. Nach einer Weile erfolglosen Suchens stufen wir sie als vermisst ein. Das Tagesprogramm muss umgebaut werden, die Gruppe zieht alleine weiter und wir machen uns zu zweit auf den Weg. Zuerst nochmal ins Hotel und die Karten sperren, dann wieder zurück in die Verbotene Stadt und zur lokalen Polizeistation. Wegen des verlorenen Passes muss Anzeige erstattet werden und wahrscheinlich werden wir uns morgen gleich auf den Weg zur Botschaft machen müssen.

Wir sind nicht die einzigen auf der Polizeiwache der Verbotenen Stadt, allerdings ist die junge Dame aus Tschechien mit einer verlorenen Kamera davongekommen. Da die nötigen Formulare grade ausgegangen sind müssen wir nochmal aufs nächste Revier und bekommen dafür gratis eine Fahrt im Polizeiauto quer durch die Verbotene Stadt und danach nochmal am Tiananmen vorbei zur nächsten U-Bahnstation. Der halbe Tag ist rum und wir erwischen den Rest unserer Gruppe am Eingang zum Himmelstempel, den wir uns dann noch gemeinsam anschauen. Jetzt nur noch in die U-Bahn und zu unserer Verabredung mit der Pekingente, die uns wieder etwas mit dem Tag versöhnt.

Im Hotel erwartet uns dann doch noch eine Überraschung – es hat tatsächlich jemand die Tasche mit dem Pass wiedergefunden und eine Visitenkarte vom Hotel war glücklicherweise auch drin. Wir bekommen eine Zeit und einen Treffpunkt für den nächsten Tag vorgegeben und gegen eine kleine „Entschädigung“ soll die Tasche wieder an den rechtmäßigen Besitzer zurückgehen. Es bleibt also spannend…

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