Auf glühenden Reifen ins Paradies – die Fotosession geht weiter

Entlang der Teestraße, vom 25.09. bis 17.10.2016

85 km nach De’an, die Sonne brennt

Gestern Abend haben wir noch die Ruhe in Zhenyuan genossen und in einem Restaurant in der Nähe der Uferpromenade die lokale Spezialität – auf heißen Kieseln gegarten Fisch- verspeist. Dann kam die Nacht. Und mit ihr der Regen. Unaufhörlich prasselten dicke Tropfen gegen die Fensterfront. Jetzt tröpfelt es noch ein wenig. Nach dem Frühstück klart es auf und wir fahren bei blauem Himmel und Sonnenschein los. Feuchtigkeit hat sich in der Weite des Tals angesammelt und zerstäubt als Nebel an den Berghängen. Unzählige Schattierungen von Grün fächern sich vor dem Auge auf. Lilafarbene Bougainville strahlen üppig über Toreinfahrten und Hauseingängen. Aus dem Begleitfahrzeug werden wir mit süßen Drachenfrüchten, Mangos und Bananen versorgt. Ab und an fährt ein Wagen in Schritttempo an uns vorbei und filmt uns.

Irgendwo steuern wir dann eine Nudelbude an. Es gibt gebratenen Reis Nudeln und sautierte Kürbisblüten. Der Wirt muss natürlich ein Foto von uns machen. Während wir gemütlich in unsere Korbsessel gefläzt unser Mittagsmahl genießen, geht vor dem Lokal ein kurzer, aber heftiger Sonnenregen nieder. Wir liegen gut in der Zeit und warten ab. Bald bricht die Sonne wieder durch die Wolken und wir bewältigen bei gleißendem Sonnenlicht unsere restlichen etwa 1000 Höhenmeter bis zu unserem Ziel. Das Klima wird immer tropischer. Kaum ein Baum der Schatten spendet, während wir die Berge erklimmen. Stattdessen Kaffeeplantagen und Bananenstauden. Nach jedem Anstieg öffnet sich ein größeres und weiteres Tal. Ab und an flankieren prächtige Palmen den Straßenrand und das ein oder andere Mal werden wir angenehm von einem Nieselregen erfrischt.

Heute übernachten wir in einem winzigen Ort an der Hauptstraße neben dem Fluß. Hier will man nicht mal unsere Pässe haben – zu anstrengend. Hinter dem kleinen Hotel wiegen sich riesige Bambusstauden im Wind und weiße Wolkenhaufen schieben sich über die Berge.


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Ein Kommentar:

  1. WOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOW, Joachim, Brüderchen,
    ich folge Euch mit Freude und Respekt per erfrischend und informativ geschriebenem Blog.
    KUSS
    Judith

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