Happy New Year Kaaaaaaaaaaa!

Goldenes Dreieck, 10.12.2011 bis 04.01.2012

Die letzte Etappe in diesem Jahr stand heute bevor. Und es sollte keine einfache werden. Die Strecke verlief fast komplett, entlang der 107. Eine an sich, für thailändische Verhältnisse, nicht allzu befahrene Straße. Silvester und Neujahr zählen in Thailand allerdings diesmal zu den längeren Feiertagen. Ganze 2 Tage hat man hier zusätzlich frei. Und dass, weil sowohl der 31.12. als auch der 1.1. auf ein Wochenende fallen. Denn das Anhängen von Ersatzfeiertage sind in Thailand Pflicht. Der Norden gilt dazu als DAS Erholungsgebiet in der „kühlen“ Jahreszeit. Wenn man Glück hat, kann man sogar mal die langärmligen Sachen aus dem Kleiderschrank holen. Auch wenn das Fahrradfahren auch unter Thailändern im Kommen und der Norden die beliebteste Radelgegend ist, sind es immer noch geschätzte, zu vernachlässigende 0,00001% die hier mit ihren Mountainbikes unterwegs sind. Der Rest verlässt sich lieber auf ihre SUVs. Bei dem Verkehr heute, kann man es ihnen auch nicht wirklich übel nehmen.

Der erste Teil verlief durch mehr oder weniger zivilisierte Ortschaften, die entlang der Straße gelegen sind und einfach nicht aufhören wollten. Als die Serpentinen im Grünen anfingen, hatte man kurz die Hoffnung, es könnte ruhiger werden. Doch immer noch genug Leute waren unterwegs auf der Suche nach einer Bleibe zu Silvester, so dass man kaum eine ruhige Minute hatte um die schöne Landschaft um sich herum zu genießen.

Als sich die Gruppe oben auf dem Gipfel wieder zusammengefunden hatte, wollten Martin und Dirk nur noch runter von der Straße und so schnell wie möglich ins Hotel. Der Rest dackelte hinterher… immer schön hintereinander. Erst nach der Abbiegung 2 km vor dem Hotel kehrte endlich wieder Ruhe ein auf den Straßen.

Die Resortanlage hatte ein ähnliches Flair wie das gestrige, nur in etwas pompöserem Stil mit einem hübschen Restaurant auf dem Wasser. Das Silvesteressen dort allerdings war ein großer Reinfall. Das Bestellen dauerte 1,5 Stunden, das Essen selber eine halbe Stunde und das Bezahlen auch noch einmal eine Stunde. Dazu gab es nicht mal einen Entschuldigungsschnaps, wie etwa in Laos.

Um 10 Uhr abends schmiss man uns raus und Silvester 2011/12 drohte zu einem Desaster zu werden. Entmutigt setzten sich Martin, Frank und ich in das hauseigene Abendcafé, wo eine spärlich bekleidete Dame vor gähnenden 4 Thailändern Volkslieder über verlorene Liebe und Glück auf einer Bühne mit Agogo-Stange sang. Aufgeben war dennoch keine Option. Zum Neujahr gingen wir resigniert zu unserem Riesenbungalow zurück und zündeten Papierballons an und hofften, dass sie nicht brennend auf alte Holzhütten abstürzen würden. Wir packten unseren letzten Mut zusammen, gaben dem Silvester noch eine letzte Chance und kehrten ohne eine Alternative zu dem Café zurück. 2012 scheint ein verrücktes Jahr zu werden, denn pünktlich auf die Minute hat sich der Laden bis zum Rande gefüllt und drinnen ging die Post ab. Als dann auch noch die hübschen Dorf-Ladyboys dazu stießen, bebte der Schuppen. Wir blieben, tranken auf ein frohes Neues und tanzten mit den hübschen Frauen und Männern, bis der Frust einer neuen Hoffnung gewichen war. Bis es irgendwann um kurz vor drei hieß… „Morgen 85 km, ja??“


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